Dienstag, 5. September 2006
Die zweite Wohnung
Nachdem ich schon Ende Juni umgezogen bin, hier jetzt die versprochenen Bilder meiner zweiten Wohnung, bevor es zu spaet ist.

Den Grundriss habe ich schon gezeichnet und werde ihn nachher ergaenzen. Ich habe ihn nur noch nicht hochgeladen.

Wenn man reinkommt, dann steht man gleich im Wohnzimmer.



Die Wohnung ist sehr spartanisch eingerichtet, da mein Mitbewohner, ein Malaie und Kollege von mir, nicht wirklich Wert darauf legt. So stehen immer noch die Umzugskartons rum. Die Regale sind fast leer und in der Kueche gab es nur ein Set Besteck und Teller. Besuch hat der Kollege in den zwei Monaten auch keinen empfangen. Sonst ist aber ganz nett.

Das Wohnzimmer geht direkt ins Esszimmer ueber.



Von da aus geht dann ein Flur zu unseren beiden Zimmern. Mein Zimmer:





Vom Esszimmer kommt man auch direkt ins Badezimmer und in die Kueche. Von der Kueche geht es dann noch in einen Miniwaschraum, in dem die Waschmaschine steht.





Die Wohnung hat zwei Balkone, einer ist von meinem Zimmer aus erreichbar, der andere vom Wohnzimmer. Die sind beide Ueberdacht und haben daher mehr Wintergartencharakter.

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Mein letzter Wochenendtrip
Den letzten Trip haben wir zu den Yandang Mountains gemacht.


Das sind wir.

Viele andere Sehenwuerdigkeiten warten allerdings noch darauf besucht zu werden. Ich waere gerne noch mal nach Tibet gefahren. Nachdem die Eisenbahn von Shanghai nach Lasa dieses Jahr im Juli geoeffnet wurde, kommen immer mehr Touristen nach Tibet und die urspruengliche Kultur wird langsam aber sicher zerstroert. Dann waeren da noch Xian mit der Terakotta Armee und die Mongolei und .. und .. und .. China ist einfach zu gross.

Der letzte Trip hat mir nicht mehr so gut gefallen. Dafuer, dass wir ueber 14 Stunden an zwei Tagen im Bus verbracht haben, haben wir nicht viel gesehen. Einige Sachen waren trotzdem sehr schoen. So haben wir, da es hier immer noch um 35 Grad heiss ist Wasserpistolen mitgenommen und uns eine ordentliche Schlacht geleistet.





Von Thomas habe ich noch mein Geburtstagsgeschenk bekommen. Es war ein T-Shirt mit dem Spitznamen, der mir von meinen Kollegen im Buero gegeben wurde. Mal sehen, wer es als erstes von Euch rausfindet.

Die Natur ist doch immer wieder sehr schoen. Wir haben uns einige Wasserfaelle angeschaut.





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Shanghai bei Nacht
Shanghai sieht bei Nacht eigentlich besser aus als bei Tag. Man sieht den Dreck nicht und viele Haeuser sind dank LED Technik sehr aufwendig beleuchtet. Thomas und ich haben letzte Wochen zwei Abende Fotos gemacht. Die Beleuchtung wird um 22:30 Uhr ausgeschaltet. Die letzte U-Bahn faehrt um 23:00. Somit schlaeft Shanghai zwar nachts nicht, da auf den Baustellen rund um die Uhr geschafft wird, aber es ist schon sehr ruhig fuer eine Stadt mit 17 Millionen Einwohnern.
Die Nanjing Lu (eine der wenigen Fussgaengerzohnen und eine der Haupteinkaufsstrassen. Dies allerdings nur fuer Touristen, da es sehr teuer ist.)





weitere Fotos folgen

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Fakes II
Finde die Fehler:



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Dienstag, 29. August 2006
Geburtstag
Erstmal habe ich mir die Frage gestellt, wann ich Geburtstag habe. Ich wurde um Mitternacht Shanghaier Zeit aus Deutschland angerufen, da war da noch der 26.08.. Hier habe ich am 27.8. gefeiert. In Deutschland wurde ich um 18:50 geboren. Wenn man das mit den 26 Jahren genau nimmt, dann haette ich hier am 28.8. um 0:50 feiern muessen.

Ich habe zusammen mit meinen Freunden in Shanghai reingefeiert:



Wie waren in unserer Stammbar, bei der am Samstag fuer 10 Euro Eintritt von 7:00 Uhr bis 0:00 Uhr alle Getraenke nichts kosten. Gut das ich am Sonntag Geburtstag hatte. Um 0:30 Uhr sind wir dann noch weiter gezogen, um etwas tanzen zu gehen.





So viel zu meinem neuen Alter und so sieht man dann ein Jahr aelter aus:



Am Montag gab es noch eine Torte im Buero. Das ist in China so brauch, dass die Firma einen Kuchen bestellt und bezahlt, den man mit nach Hause nehmen kann oder mit den Kollegen teilt. Man sollte aber letzteres tun, wenn man noch nach Hause kommen will :).

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Meine Schuhe
Habe mir in den letzten Wochen ein paar Schuhe Mass schneidern lassen. Dazu geht man zum Schuster, der behauptet, dass er alles selber macht, um danach zu erfahren, dass er nur die Masse selber nimmt und die dann zu einer Art Fabrik schickt, in der die Schuhe nach Vorlage gemacht werden.



Meine Vorlage sah so aus:



Ich wollte es vorne etwas runder haben. Diese Information ist dann leider auf dem Weg zur Fabrik verloren gegangen. Die Schuhe sehen jetzt so aus:



Es ist nicht 100% mein Geschmack, aber ich denke, dass ich sie anziehen kann, da sie schon ganz gut passen.

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Mittwoch, 23. August 2006
Huang Shan (Gelber Berg)
Letztes Wochenende habe ich mit meiner Kollegin einen Ausflug zu den gelben Bergen gemacht. Dies war nochmal eine sehr schoene Reise zum Abschluss meiner Zeit hier.
Die Reise fuer 48 Euro ging am Samstag morgen um 6.00 Uhr los. Wir sind dann 6 Stunden mit dem Bus zu den Yellow Mountains gefahren. Solche Bustouren in das Umland von Shanghai sind bei den Chinesen sehr beliebt. Dementsprechend braucht man morgens dann auch erstmal ein wenig Zeit um aus den 100 Bussen, die am Abfahrtsort stehen, den richtigen rauszufinden. Ich waere da schon gescheitert.
Auf dem Weg hin und dann auf dem Weg zurueck aehnelt der Ausflug dann zeitweise einer Kaffeefahrt, da man einige Verkaufshallen besucht.

Den ersten Stop haben wir zum Mittagessen in einem kuenstlich angelegten Garten gemacht. An diesem Garten hat man gesehen, dass es auch sehr reiche Chinesen gibt. Es wurde uns eine Sammlung von Bonsais praesentiert, die einige sehr teure Exemplare beinhaltete. Ein sehr schoen gewachsener alter Bonsai sollte laut Fuehrer fast 500000 Euro kosten. Das klingt fuer micht etwas viel, aber selbt, wenn man eine Null streicht ist das schon ne ganze Menge.





Es werden nicht nur einzelne Baeume gezuechtet, sondern auch ganze Landschaften erstellt. Sieht aus wie eine Modellbaulandschaft mit echten Baeumen.

Den zweiten Stop haben wir bei einer Ansammlung von Hoehlen gemacht. Diese sollen vor ca. 1700 Jahren entstanden sein. Es wurden verschiedene Hoehlen in einen Berg gebaut, die Raume usw. enthalten. Bis heute ist nicht geklaert, wofuer die Hoehlen gebaut worden sind und wer sie gebaut hat.

Da die Hoehlen auf der anderen Seite vom Fluss sind wird mitten in die Landschaft erstmal eine nicht zu uebersehende Haengebruecke gebaut. Muss ja schon nach was aussehen.



Die Bruecke



In einer der Hoehlen



Unser Tourguide mit seiner Fahne. So sieht eine typische Touristentruppe in China aus. Bei den beruehmten Sehenswuerdigkeiten sieht man dann lauter Menschenschlangen und immer vornweg die Fahne. Jedes Unternehmen hat andere Schriftzeichen und eine andere Farbe.

Um den Fortschritt der Technih in China zu zeigen, wird dann eine ganze Hoehle mit Mobilfunkantenne bestueckt und ein grosses Schild aufgestellt, dass man selbst in der Hoehl noch Empfang hat. Was fuer ein Schwachsinn...



Die erste Nacht haben wir in einem Hotel im Ort Huang Shan am Fuss des Berges uebernachtet. Es gibt da eine sehr schoene Altstadt, in der man gut essen kann und die typischen Touristensachen einkaufen kann. Es ist aber wesentlich entspannter und billiger als in Shanghai.
Ich habe festgestellt, dass die Chinesen hier sehr viel netter und Hilfsbereiter sind. Von der Seite betrachtet ist es Schade, dass ich mein Praktikum nicht in einer kleineren Stadt machen konnte. Ich denke, dass man erst auf dem Land die richtige Mentalitaet der Chinesen kennenlernt. Shanghai ist dagegen komplett verdorben. Ich denke, da sind wir Auslaendet mit unserem ueberheblichen, teilweise perversem Lebensstil und zur Schau gestelltem Reichtum nicht ganz unschuldig.



Das ist ein Foto von einem Laden in der Innenstadt von Huang Shan. Solche Laeden sieht man in Shanghai eigentlich nicht mehr. Es ist vergleichbar mit unseren Laeden an der Ecke, die durch die grossen Ketten verdraengt werden. Dieser Prozess findet in China auch schon statt und ist in Shanghai sehr weit fortgeschritten. Der Besitzer des Ladens hat den Endbetrag noch mit einem Abakus ausgerechnet. Meine Kollegen koennen damit auch nicht mehr rechnen, obwohl sie es in der Schule noch beigebracht wird. Der Taschenrechner ersetzt diese Tradition.

Frisch ausgeruht haben wir am Samstag die Berge in Angriff genommen. Michelle und ich waren die einzigen, die zu Fuss hoch sind. Der Rest hat die Seilbahn genommen, die einen bis zur Haelfte den Berg hochbringt. Wir waren dann gleichzeitig auf der Spitze des Berges. Es waren einige Jugendliche dabei. Aber scheinbar ist Bewegung bei der Jugend in Shanghai nicht gerade im Trend.

Man kann nur sagen, dass die eine Menge an schoenen Aussichten und Eindruecken auf dem Weg nach oben verpasst haben.





Die Bruecke moechte ich als ein Beispiel nehmen. Sie geht ueber einen Felsspalt am Berghang. Das Gelaender geht einem bis zur Huefte und unter einem ist 200m nix. So etwas aehnliches gibt es dann noch mal auf dem Gipfelkamm. Die Passage wird Fischruecken genannt, was die Sache sehr gut beschreibt. Man folgt den Treppenstufen und rechts und links geht es 200m runter.



Man hat aber eine wunderschoene Aussicht:





Der Gipfelstein.

Uebernachtet haben wir in einem Hotel auf dem Berg. Das ganze Gebiet um die Berge ist abgesperrt und man muss ca. 20 Euro Eintritt Zahlen. Es gibt ca. 10 Hotels, die sich auf die verschiedenen Berge verteilen und sich auf unterschiedlicher Hoehe befinden. Die Seilbahnen werden unverstaendlicher Weise nur fuer den Transport der Menschen verwendet. Lebensmittel, Bettwaesche, Baumaterial usw. wird alles von Traegern raufgetragen. Ich habe an dem Wochenende ca. 10000 Treppenstufen rauf und runter zurueckgelegt. Das heisst einmal den Berg rauf sind ca. 3000 Stufen. Die Traeger machen das dreimal am Tag und bekommen pro Tour 10 Euro. Auf dem Foto erkennt man die 1.25 Liter Sprite Flaschen, die der Traeger den Berg rauftraegt. Das sind pro Seite 36 Flaschen. Unglaublich...





Am naechsten Tag sind wir um 5.00 Uhr morgens raus, um den Sonnenaufgang anzuschauen. Am Abend vorher wurde uns gesagt, dass es eine Wahrscheinlichkeit von 60% gibt, dass wir ihn sehen. Der Fuehrer hat uns erzaehlt, dass es 265 Tage im Jahr regnet oder neblig ist. Wir hatten zwei Tage Sonnenschein und einen unglaublichen Sonnenaufgang.





Dieser wurde nur dadurch getruebt, dass alle, die sich da in den Bergen aufhalten, diesen Sonnenaufgang anschauen. Wenn immer es sich bei Chinesen rumgesprochen hat, dass ein Restaurant gut ist, dass es sich lohnt etwas anzuschauen usw. hat man es mit einem Massenauflauf zu tun. Ist ungefaehr so, als wenn man Samstags zur Adentszeit einkaufen geht. Gluecklicherweise war es auf dem Berg nicht so schlimm, da durch wenigen Hotels die Anzahl begrenzt wird.

Anschliessend ging es dann ueber zwei Stationen wieder heimwaerts. Einmal haben wir noch bei einem Teeverkaufscenter zu einer Teeprobe angehalten.



Zum anderen bei einer Schlangenzuchtstation. Da wurde uns dann eine 5-Step-Schlange vorgestellt. 5 Schritte, weil man innerhalb der fuenf Schritte tot ist, wenn man von der Schlange gebissen wird. In Wirklichkeit hat man zwei bis vier Stunden. Die Schlange wurde dann life vor uns gemolken. Sie durfte ihr Gift in ein Glas spritzen. Es wurde etwas Alkohol dazugegeben und dann wurd uns das ganze zum Trinken angeboten. Ich habe nicht probiert. Nebenbei wurde uns erzaehlt, dass es diese Schlange in einer anderen Region des Bergebietes, das wir gerade verlassen haben, zu zigtausenden gibt. Gut, wenn man so was hinterher erfaehrt. Ich moechte gar nicht wissen, was uns so alles haette ueber den Weg laufen koennen.






Neben der Schlangenstation gab es noch einen Zoo. Es war mehr eine Stahlbeton-Tierquaelstation. Die Hauptattraktion waren vier Baeren, die man von Melonenstuecken, die an einer Angel befestigt waren, bis hin zu lebendigen Huehnern fuettern konnte. Die Melonenstuecke haben 20 cent gekostet, ein Huhn 3 Euro. Ich war nahe dran das mit dem Huhn mal auszutesten, habe es dann aber doch gelassen.



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Meine Kollegen
Bei uns im Shanghai Office war ein Treffen aller Vertretungen, die wir in Asien haben. Bei der Gelegenheit hatten wir ein Farewell und Wellcome Dinner fuer den scheidenen und den neuen Vice President Marketing/Sales Asia. Auf den Fotos sind daher fast alle meine Kollegen zu sehen:


Die Jungs


Die Maedels

Ich konnte das Essen nicht geniessen, da ich am Tag davor meinen Weisheitszahn gezogen bekommen hatte. Ich habe vor einiger Zeit schon mal berichtet, dass sich das ganze Entzuendet hatte. Das hatte sich beruhigt, aber der Zahn ist in den letzten Backenzahn gewachsen, so dass er gezogen werden musste. Ehe sich das wieder entzuendet habe ich entschlossen das hier in Shanghai bei einer deutschen Zahnaerztin machen zu lassen. Das ist nun auch schon wieder zwei Wochen her und bis jetzt verheilt alles gut. Ich hoffe, dass das auch so bleibt. Auf dem Foto erkennt man bei genauen hinsehen meine dicke Wange.

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