Mittwoch, 23. August 2006
Huang Shan (Gelber Berg)
tkshanghai, 09:47h
Letztes Wochenende habe ich mit meiner Kollegin einen Ausflug zu den gelben Bergen gemacht. Dies war nochmal eine sehr schoene Reise zum Abschluss meiner Zeit hier.
Die Reise fuer 48 Euro ging am Samstag morgen um 6.00 Uhr los. Wir sind dann 6 Stunden mit dem Bus zu den Yellow Mountains gefahren. Solche Bustouren in das Umland von Shanghai sind bei den Chinesen sehr beliebt. Dementsprechend braucht man morgens dann auch erstmal ein wenig Zeit um aus den 100 Bussen, die am Abfahrtsort stehen, den richtigen rauszufinden. Ich waere da schon gescheitert.
Auf dem Weg hin und dann auf dem Weg zurueck aehnelt der Ausflug dann zeitweise einer Kaffeefahrt, da man einige Verkaufshallen besucht.
Den ersten Stop haben wir zum Mittagessen in einem kuenstlich angelegten Garten gemacht. An diesem Garten hat man gesehen, dass es auch sehr reiche Chinesen gibt. Es wurde uns eine Sammlung von Bonsais praesentiert, die einige sehr teure Exemplare beinhaltete. Ein sehr schoen gewachsener alter Bonsai sollte laut Fuehrer fast 500000 Euro kosten. Das klingt fuer micht etwas viel, aber selbt, wenn man eine Null streicht ist das schon ne ganze Menge.
Es werden nicht nur einzelne Baeume gezuechtet, sondern auch ganze Landschaften erstellt. Sieht aus wie eine Modellbaulandschaft mit echten Baeumen.
Den zweiten Stop haben wir bei einer Ansammlung von Hoehlen gemacht. Diese sollen vor ca. 1700 Jahren entstanden sein. Es wurden verschiedene Hoehlen in einen Berg gebaut, die Raume usw. enthalten. Bis heute ist nicht geklaert, wofuer die Hoehlen gebaut worden sind und wer sie gebaut hat.
Da die Hoehlen auf der anderen Seite vom Fluss sind wird mitten in die Landschaft erstmal eine nicht zu uebersehende Haengebruecke gebaut. Muss ja schon nach was aussehen.

Die Bruecke

In einer der Hoehlen
Unser Tourguide mit seiner Fahne. So sieht eine typische Touristentruppe in China aus. Bei den beruehmten Sehenswuerdigkeiten sieht man dann lauter Menschenschlangen und immer vornweg die Fahne. Jedes Unternehmen hat andere Schriftzeichen und eine andere Farbe.
Um den Fortschritt der Technih in China zu zeigen, wird dann eine ganze Hoehle mit Mobilfunkantenne bestueckt und ein grosses Schild aufgestellt, dass man selbst in der Hoehl noch Empfang hat. Was fuer ein Schwachsinn...

Die erste Nacht haben wir in einem Hotel im Ort Huang Shan am Fuss des Berges uebernachtet. Es gibt da eine sehr schoene Altstadt, in der man gut essen kann und die typischen Touristensachen einkaufen kann. Es ist aber wesentlich entspannter und billiger als in Shanghai.
Ich habe festgestellt, dass die Chinesen hier sehr viel netter und Hilfsbereiter sind. Von der Seite betrachtet ist es Schade, dass ich mein Praktikum nicht in einer kleineren Stadt machen konnte. Ich denke, dass man erst auf dem Land die richtige Mentalitaet der Chinesen kennenlernt. Shanghai ist dagegen komplett verdorben. Ich denke, da sind wir Auslaendet mit unserem ueberheblichen, teilweise perversem Lebensstil und zur Schau gestelltem Reichtum nicht ganz unschuldig.

Das ist ein Foto von einem Laden in der Innenstadt von Huang Shan. Solche Laeden sieht man in Shanghai eigentlich nicht mehr. Es ist vergleichbar mit unseren Laeden an der Ecke, die durch die grossen Ketten verdraengt werden. Dieser Prozess findet in China auch schon statt und ist in Shanghai sehr weit fortgeschritten. Der Besitzer des Ladens hat den Endbetrag noch mit einem Abakus ausgerechnet. Meine Kollegen koennen damit auch nicht mehr rechnen, obwohl sie es in der Schule noch beigebracht wird. Der Taschenrechner ersetzt diese Tradition.
Frisch ausgeruht haben wir am Samstag die Berge in Angriff genommen. Michelle und ich waren die einzigen, die zu Fuss hoch sind. Der Rest hat die Seilbahn genommen, die einen bis zur Haelfte den Berg hochbringt. Wir waren dann gleichzeitig auf der Spitze des Berges. Es waren einige Jugendliche dabei. Aber scheinbar ist Bewegung bei der Jugend in Shanghai nicht gerade im Trend.
Man kann nur sagen, dass die eine Menge an schoenen Aussichten und Eindruecken auf dem Weg nach oben verpasst haben.


Die Bruecke moechte ich als ein Beispiel nehmen. Sie geht ueber einen Felsspalt am Berghang. Das Gelaender geht einem bis zur Huefte und unter einem ist 200m nix. So etwas aehnliches gibt es dann noch mal auf dem Gipfelkamm. Die Passage wird Fischruecken genannt, was die Sache sehr gut beschreibt. Man folgt den Treppenstufen und rechts und links geht es 200m runter.
Man hat aber eine wunderschoene Aussicht:


Der Gipfelstein.
Uebernachtet haben wir in einem Hotel auf dem Berg. Das ganze Gebiet um die Berge ist abgesperrt und man muss ca. 20 Euro Eintritt Zahlen. Es gibt ca. 10 Hotels, die sich auf die verschiedenen Berge verteilen und sich auf unterschiedlicher Hoehe befinden. Die Seilbahnen werden unverstaendlicher Weise nur fuer den Transport der Menschen verwendet. Lebensmittel, Bettwaesche, Baumaterial usw. wird alles von Traegern raufgetragen. Ich habe an dem Wochenende ca. 10000 Treppenstufen rauf und runter zurueckgelegt. Das heisst einmal den Berg rauf sind ca. 3000 Stufen. Die Traeger machen das dreimal am Tag und bekommen pro Tour 10 Euro. Auf dem Foto erkennt man die 1.25 Liter Sprite Flaschen, die der Traeger den Berg rauftraegt. Das sind pro Seite 36 Flaschen. Unglaublich...

Am naechsten Tag sind wir um 5.00 Uhr morgens raus, um den Sonnenaufgang anzuschauen. Am Abend vorher wurde uns gesagt, dass es eine Wahrscheinlichkeit von 60% gibt, dass wir ihn sehen. Der Fuehrer hat uns erzaehlt, dass es 265 Tage im Jahr regnet oder neblig ist. Wir hatten zwei Tage Sonnenschein und einen unglaublichen Sonnenaufgang.
Dieser wurde nur dadurch getruebt, dass alle, die sich da in den Bergen aufhalten, diesen Sonnenaufgang anschauen. Wenn immer es sich bei Chinesen rumgesprochen hat, dass ein Restaurant gut ist, dass es sich lohnt etwas anzuschauen usw. hat man es mit einem Massenauflauf zu tun. Ist ungefaehr so, als wenn man Samstags zur Adentszeit einkaufen geht. Gluecklicherweise war es auf dem Berg nicht so schlimm, da durch wenigen Hotels die Anzahl begrenzt wird.
Anschliessend ging es dann ueber zwei Stationen wieder heimwaerts. Einmal haben wir noch bei einem Teeverkaufscenter zu einer Teeprobe angehalten.

Zum anderen bei einer Schlangenzuchtstation. Da wurde uns dann eine 5-Step-Schlange vorgestellt. 5 Schritte, weil man innerhalb der fuenf Schritte tot ist, wenn man von der Schlange gebissen wird. In Wirklichkeit hat man zwei bis vier Stunden. Die Schlange wurde dann life vor uns gemolken. Sie durfte ihr Gift in ein Glas spritzen. Es wurde etwas Alkohol dazugegeben und dann wurd uns das ganze zum Trinken angeboten. Ich habe nicht probiert. Nebenbei wurde uns erzaehlt, dass es diese Schlange in einer anderen Region des Bergebietes, das wir gerade verlassen haben, zu zigtausenden gibt. Gut, wenn man so was hinterher erfaehrt. Ich moechte gar nicht wissen, was uns so alles haette ueber den Weg laufen koennen.
Neben der Schlangenstation gab es noch einen Zoo. Es war mehr eine Stahlbeton-Tierquaelstation. Die Hauptattraktion waren vier Baeren, die man von Melonenstuecken, die an einer Angel befestigt waren, bis hin zu lebendigen Huehnern fuettern konnte. Die Melonenstuecke haben 20 cent gekostet, ein Huhn 3 Euro. Ich war nahe dran das mit dem Huhn mal auszutesten, habe es dann aber doch gelassen.

Die Reise fuer 48 Euro ging am Samstag morgen um 6.00 Uhr los. Wir sind dann 6 Stunden mit dem Bus zu den Yellow Mountains gefahren. Solche Bustouren in das Umland von Shanghai sind bei den Chinesen sehr beliebt. Dementsprechend braucht man morgens dann auch erstmal ein wenig Zeit um aus den 100 Bussen, die am Abfahrtsort stehen, den richtigen rauszufinden. Ich waere da schon gescheitert.
Auf dem Weg hin und dann auf dem Weg zurueck aehnelt der Ausflug dann zeitweise einer Kaffeefahrt, da man einige Verkaufshallen besucht.
Den ersten Stop haben wir zum Mittagessen in einem kuenstlich angelegten Garten gemacht. An diesem Garten hat man gesehen, dass es auch sehr reiche Chinesen gibt. Es wurde uns eine Sammlung von Bonsais praesentiert, die einige sehr teure Exemplare beinhaltete. Ein sehr schoen gewachsener alter Bonsai sollte laut Fuehrer fast 500000 Euro kosten. Das klingt fuer micht etwas viel, aber selbt, wenn man eine Null streicht ist das schon ne ganze Menge.
Es werden nicht nur einzelne Baeume gezuechtet, sondern auch ganze Landschaften erstellt. Sieht aus wie eine Modellbaulandschaft mit echten Baeumen.
Den zweiten Stop haben wir bei einer Ansammlung von Hoehlen gemacht. Diese sollen vor ca. 1700 Jahren entstanden sein. Es wurden verschiedene Hoehlen in einen Berg gebaut, die Raume usw. enthalten. Bis heute ist nicht geklaert, wofuer die Hoehlen gebaut worden sind und wer sie gebaut hat.
Da die Hoehlen auf der anderen Seite vom Fluss sind wird mitten in die Landschaft erstmal eine nicht zu uebersehende Haengebruecke gebaut. Muss ja schon nach was aussehen.

Die Bruecke

In einer der Hoehlen
Unser Tourguide mit seiner Fahne. So sieht eine typische Touristentruppe in China aus. Bei den beruehmten Sehenswuerdigkeiten sieht man dann lauter Menschenschlangen und immer vornweg die Fahne. Jedes Unternehmen hat andere Schriftzeichen und eine andere Farbe.
Um den Fortschritt der Technih in China zu zeigen, wird dann eine ganze Hoehle mit Mobilfunkantenne bestueckt und ein grosses Schild aufgestellt, dass man selbst in der Hoehl noch Empfang hat. Was fuer ein Schwachsinn...

Die erste Nacht haben wir in einem Hotel im Ort Huang Shan am Fuss des Berges uebernachtet. Es gibt da eine sehr schoene Altstadt, in der man gut essen kann und die typischen Touristensachen einkaufen kann. Es ist aber wesentlich entspannter und billiger als in Shanghai.
Ich habe festgestellt, dass die Chinesen hier sehr viel netter und Hilfsbereiter sind. Von der Seite betrachtet ist es Schade, dass ich mein Praktikum nicht in einer kleineren Stadt machen konnte. Ich denke, dass man erst auf dem Land die richtige Mentalitaet der Chinesen kennenlernt. Shanghai ist dagegen komplett verdorben. Ich denke, da sind wir Auslaendet mit unserem ueberheblichen, teilweise perversem Lebensstil und zur Schau gestelltem Reichtum nicht ganz unschuldig.

Das ist ein Foto von einem Laden in der Innenstadt von Huang Shan. Solche Laeden sieht man in Shanghai eigentlich nicht mehr. Es ist vergleichbar mit unseren Laeden an der Ecke, die durch die grossen Ketten verdraengt werden. Dieser Prozess findet in China auch schon statt und ist in Shanghai sehr weit fortgeschritten. Der Besitzer des Ladens hat den Endbetrag noch mit einem Abakus ausgerechnet. Meine Kollegen koennen damit auch nicht mehr rechnen, obwohl sie es in der Schule noch beigebracht wird. Der Taschenrechner ersetzt diese Tradition.
Frisch ausgeruht haben wir am Samstag die Berge in Angriff genommen. Michelle und ich waren die einzigen, die zu Fuss hoch sind. Der Rest hat die Seilbahn genommen, die einen bis zur Haelfte den Berg hochbringt. Wir waren dann gleichzeitig auf der Spitze des Berges. Es waren einige Jugendliche dabei. Aber scheinbar ist Bewegung bei der Jugend in Shanghai nicht gerade im Trend.
Man kann nur sagen, dass die eine Menge an schoenen Aussichten und Eindruecken auf dem Weg nach oben verpasst haben.


Die Bruecke moechte ich als ein Beispiel nehmen. Sie geht ueber einen Felsspalt am Berghang. Das Gelaender geht einem bis zur Huefte und unter einem ist 200m nix. So etwas aehnliches gibt es dann noch mal auf dem Gipfelkamm. Die Passage wird Fischruecken genannt, was die Sache sehr gut beschreibt. Man folgt den Treppenstufen und rechts und links geht es 200m runter.
Man hat aber eine wunderschoene Aussicht:


Der Gipfelstein.
Uebernachtet haben wir in einem Hotel auf dem Berg. Das ganze Gebiet um die Berge ist abgesperrt und man muss ca. 20 Euro Eintritt Zahlen. Es gibt ca. 10 Hotels, die sich auf die verschiedenen Berge verteilen und sich auf unterschiedlicher Hoehe befinden. Die Seilbahnen werden unverstaendlicher Weise nur fuer den Transport der Menschen verwendet. Lebensmittel, Bettwaesche, Baumaterial usw. wird alles von Traegern raufgetragen. Ich habe an dem Wochenende ca. 10000 Treppenstufen rauf und runter zurueckgelegt. Das heisst einmal den Berg rauf sind ca. 3000 Stufen. Die Traeger machen das dreimal am Tag und bekommen pro Tour 10 Euro. Auf dem Foto erkennt man die 1.25 Liter Sprite Flaschen, die der Traeger den Berg rauftraegt. Das sind pro Seite 36 Flaschen. Unglaublich...

Am naechsten Tag sind wir um 5.00 Uhr morgens raus, um den Sonnenaufgang anzuschauen. Am Abend vorher wurde uns gesagt, dass es eine Wahrscheinlichkeit von 60% gibt, dass wir ihn sehen. Der Fuehrer hat uns erzaehlt, dass es 265 Tage im Jahr regnet oder neblig ist. Wir hatten zwei Tage Sonnenschein und einen unglaublichen Sonnenaufgang.
Dieser wurde nur dadurch getruebt, dass alle, die sich da in den Bergen aufhalten, diesen Sonnenaufgang anschauen. Wenn immer es sich bei Chinesen rumgesprochen hat, dass ein Restaurant gut ist, dass es sich lohnt etwas anzuschauen usw. hat man es mit einem Massenauflauf zu tun. Ist ungefaehr so, als wenn man Samstags zur Adentszeit einkaufen geht. Gluecklicherweise war es auf dem Berg nicht so schlimm, da durch wenigen Hotels die Anzahl begrenzt wird.
Anschliessend ging es dann ueber zwei Stationen wieder heimwaerts. Einmal haben wir noch bei einem Teeverkaufscenter zu einer Teeprobe angehalten.

Zum anderen bei einer Schlangenzuchtstation. Da wurde uns dann eine 5-Step-Schlange vorgestellt. 5 Schritte, weil man innerhalb der fuenf Schritte tot ist, wenn man von der Schlange gebissen wird. In Wirklichkeit hat man zwei bis vier Stunden. Die Schlange wurde dann life vor uns gemolken. Sie durfte ihr Gift in ein Glas spritzen. Es wurde etwas Alkohol dazugegeben und dann wurd uns das ganze zum Trinken angeboten. Ich habe nicht probiert. Nebenbei wurde uns erzaehlt, dass es diese Schlange in einer anderen Region des Bergebietes, das wir gerade verlassen haben, zu zigtausenden gibt. Gut, wenn man so was hinterher erfaehrt. Ich moechte gar nicht wissen, was uns so alles haette ueber den Weg laufen koennen.
Neben der Schlangenstation gab es noch einen Zoo. Es war mehr eine Stahlbeton-Tierquaelstation. Die Hauptattraktion waren vier Baeren, die man von Melonenstuecken, die an einer Angel befestigt waren, bis hin zu lebendigen Huehnern fuettern konnte. Die Melonenstuecke haben 20 cent gekostet, ein Huhn 3 Euro. Ich war nahe dran das mit dem Huhn mal auszutesten, habe es dann aber doch gelassen.

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