Mittwoch, 16. August 2006
Karaoke
Eine der abendlichen Lieblingsbeschaeftigung der Chinesen. Chinesen gehen eher weniger in Discos oder Bars, sondern gehen liebe Karaoke singen. Da wird dann eine Box gemietet und losgelegt. Der Raum ist mit Soundanlage und Karaokesystem ausgestattet.





Es passen ungefaehr zehn Leute in so eine Box, aber ich habe es auch schon gesehen, dass ein Paar da zu zweit drinnen gesessen hat, um zu singen. Man kann sich Essen und trinken bestellen. Ich manchen Lokalietaeten kann man auch die Frauen dazubestellen.
Die Chinesen gehen da richtig ab und juengere Teenies stylen sich da richtig auf. Es gibt Gebauede, in denen mehr als hundert solcher Raeume ueber mehrere Etagen sind, die abends durchaus alle ausgebucht sind. Je nachdem was fuer einen Ruf die Firma hat und was es fuer eine Musikauswahl gibt.



Wir haben auch mal ein wenig mitgemacht, da es auch einige westl. Lieder gibt.

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Hangzhou
Vor Wochen haben wir, ein Gruppe aus 6 Deutschen, uns auf Weg nach Hangzhou gemacht. Das ist eigentlich eine normal Stadt in China mit 5 Millionen Einwohnern ungefaehr 250km suedwestlich von Shanghai oder drei Zugstunden entfernt. Die Stadt liegt aber an einem sehr schoenen See, der ueber die Jahrhunderte viele Dichter und Maler inspiriert hat.
Wenn man nach Hangzhou faehrt, dann eigentlich nur, um die Zeit am See zu verbringen.





Der See

Mit dem Zug angekommen, habe wir erstmal die Jugendherberge bezogen und auf Empfehlung von einem von uns, der schon mal da war, einen Hamburger gegessen. Die sind da echt zu empfehlen.



Die Jugendherberge ist den chinesischen Verhaeltnissen angemessen sauber und liegt direkt am See.



Frisch gestaerkt haben wir uns auf den Weg gemacht, um einen Fahrradverleih zu finden. Da es aber schon relativ spaet war, waren einige Verleihe schon ausgebucht. Als wir dann endlich einen gefunden hatte, hat es waehrend der Preisverhandlung angefangen zu regnen. Der Startpreis ist wie immer extrem hoch, da es darum geht den westlichen Touristen so viel Geld wie moeglich aus der Tasche zu ziehen. Uns wurde dann ein Bus angeboten, der uns fuer 60RMB den restlichen Tag zu den Sehenswuerdigkeiten bringt. Das war verdammt billig und es roch schon nach einer typischen Abzocke. Man wird ueberall hingefahren, wo man Geld ausgeben kann und der Fahrer bekommt seinen Anteil. Das geht dann los mit einer einfachen Teezeremonie, wo man billigen Tee probiert und nachher gesagt bekommt, dass man bitte 100 Euro bezahlen sollte, da es echter, sehr seltener und teurer Tee war. Es geht dann weiter mit billiger Seide, gefaelschten Perlen usw...
Kaum in den Bus eingestiegen, ging es dann auch gleich los, wollt ihr nicht Tee probieren... Wir haben unsere bescheidenen Chinesischkenntnisse genutzt um den Ganoven klarzumachen, dass wir nix Essen, Trinken und kaufen wollen, sondern wie vereinbart zu den Sehenswuerdigkeiten gefahren werden wollen.
Wir wurden dann bei der ersten Sehenwuerdigkeit, zu der wir eigentlich nicht hinwollten rausgelassen und man hat uns versichert, dass gewartet wird. Wir haben eine Pagode besichtigt, von der aus man eine sehr schoene Sicht ueber den ganzen See hat. Als wir wieder zurueck waren, war keiner mehr da, aber da wir keine Vorkasse geleistet haben, haben die uns umsosnt dahin gefahren. Das ist das erste Mal gewesen, dass wir gewonnen haben, in dem Spiel wer bescheisst wen. Wenn man ne Weile in China ist, dann freut man sich da sehr stark drueber.

Als naechstes haben wir einen Berg in der Naehe eines Klosters besucht, in den die Moenche Buddha Firguren und Szenen eingemeiselt haben. Das Kloster selber haben wir uns nicht angeschaut, da es irgendwann immer dasselbe ist.
Bei vielen Figuren hat der Kopf gefehlt. Glaubt man dem englischen Erlaeuterungstext, dann ist das alles Witterungsbedingt. Es ist aber wahrscheinlicher, dass Maos Gefolge, den ein oder anderen Kopf waehrend der Kulturrevolution vernichtet hat...Jeder Urteile selbst...



Am zweiten Tag haben wir dann Fahrraeder zu einem guten Preis bekommen. Mit denen sind wir einmal um den See rum.



Auf halbem Weg haben wir einen Abstecher zu einer Doenerbude gemacht, die ein deutscher da aufgemacht hat. Die sah ziemlich verlassen aus und wir haben lange diskutiert, ob wir es wagen sollen Fleisch und Sosse zu essen. Wir haben uns getraut, es hat gut geschmeckt und im Nachhinein haetten wir uns keine Sorgen machen brauchen.



Da es dann stark angefangen hat zu regnen, haben wir den Rest des Nachmittags in der Jugendherberge verbracht und sind dann wieder mit dem Zug nach Shanghai.

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Dienstag, 8. August 2006
Fakes in China
In China wird (fast) alles womit man Geld machen kann gefaelscht. Manchmal ist es ganz nett Fakeprodukte zu bekommen, aber bei Medizin oder aehnlichem hoert der Spass dann auf. Nur mit der Rechtschreibung haben die Chinesen manchmal so ihre Probleme...



Eine Freundin von mir sammelt adidas-Fakes. Sie hat inzwischen drei oder vier Schreibweisen und eine Tasche mit adidas-Zeichen und Puma-Streifen fotographiert.

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Bambuswald
Vor drei Wochen haben wir im chinesischen Reisebuero eine Tour in den Bambuswald gebucht. Am Samstag morgen sind wir, 5 Kollegen von der Firma, in der ich Praktikum mache, ein paar Freunde der Kollegen und 5 Deutsche, um sechs los und haben uns erstmal eine Stelle angeschaut, an der ein Teil des Films Tiger and Dragon gedreht wurde.



Hier die ganze Truppe





Nach dem Mittagessen sind wir einen wunderschoenen Bachlauf bergauf entlanggewandert und geklettert. Habe es nicht fuer moeglich gehalten, dass man nur drei Autostunden von Shanghai entfernt, auf so schoene Natur treffen kann.





Am Sonntag haben wir noch einen aehnlichen Bachlauf besichtigt, mit vielen kleinen sehr schoenen Wasserfaellen. Danach ging es dann zu einer Flosstour. Auf dem Parkplatz konnte man sich erstmal mit Wasserpistolen aller Art ausruesten. Zur Verteidigung und fuer die Langweiler gab es Platikanzuege. Dann wurde man mit einem Wasserbueffel Flussaufwaerts gebracht. Mit einer Schwimmweste ausgestattet haben wir uns zu zwoelft ein Fluss genommen.



Zu jedem Floss gehoerte ein Chinese, der es gesteuert hat. Das Ziel der ganzen Aktion war dann moeglichst viele Floesse auf der Strecke anzugreifen und die Besatzung nass zu machen.



Wir waren dann um 19.00 Uhr wieder in Shanghai und sind noch Pizza essen gegangen. Das war fuer manche dringend notwendig, da es am Wochenende nur chinesischen Essen gab.

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Sport
Hier in Shanghai koennte ich zwar jeden Tag im Park laufen gehen, aber da ich nicht moechte, dass meine Lunge zu einem Schwermetallfilter verkommt, habe ich mich in den letzten zwei Monaten im Fitnessstudio angemeldet. Vorher bin ich am Wochenende in Schwimmbad gegangen. Ich hoffe, dass die Klimaanlage gute Filter hat.

Waehrend der WM-Zeit in Deutschland war ich dann doch zweimal draussen. Wir haben mit zwei unserer Kunden in Shanghai Fussballspiele organisiert.



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Kulturelle Unterschiede
Man trifft immer wieder auf kulturelle Unterschiede. Ab und zu laesst es sich nicht vermeiden da in das eine oder andere Fettnaepfchen zu treten. Meine Kollegen helfen aber meistens das ganze zu vermeiden, indem sie mich vorher informieren und mich kritisieren. Allein das ist nicht selbstverstaendlich in China.
Bei einem einfachen Thema ist mir der Unterschied sehr stark aufgefallen. Im Buero dudsen wir uns alle und nennen uns beim Vornamen. So weit kein Unterschied. Die Chinesen geben sich aber alle einen englischen Vornamen, damit man sich den einfacher merken kann. Dies ist dann ihr Vorname, aber er bedeutet fuer sie nix, kann auch ausgetauscht werden. Somit ist die Anrede fuer uns sehr persoenlich, fuer die Chinesen nicht. Die Chinesen untereinander nennen sich mit dem gesamten Namen. Nur mit dem Vornamen wird ein Chinese von seinem Eheparter oder in der Familie angesprochen.

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Mittwoch, 24. Mai 2006
Tigger

adopt your own virtual pet!

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